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Geschrieben von Administrator   
Dienstag, 17. Juni 2008

Geschrieben von Serkan
Freitag, 03. Oktober 2008

Burn After Reading

 

In ihrer rabenschwarzen Screwball-Comedy „Burn After Reading“ nehmen Regisseur Joel und Drehbuchautor Ethan Coen zwei dusselige Erpresser auf die Schippe. Und den ganzen CIA-Apparat in Washington D.C. gleich mit dazu. Die wahnwitzige Geschichte um eine in einem Fitnessstudio gefundene CD mit geheimen CIA-Daten fügt dem Oeuvre der Coen-Brüder zwar keine neuen Facetten hinzu, zeigt sich aber in gewohnt guter Qualität und wartet darüber hinaus mit einer absoluten Starbesetzung auf.

Der CIA-Balkanexperte Osborne Cox (John Malkovich) wird wegen seines Alkoholproblems suspendiert. Frustriert beschließt er, seine Memoiren zu schreiben. Seiner Frau Katie (Tilda Swinton), die eine Affäre mit dem langjährigen Hausfreund Harry Pfarrer (George Clooney) hat, gefällt das gar nicht. Sie fürchtet, dass ihr Mann ihr fortan auf der Tasche liegen könnte. Um für eine mögliche Scheidung gewappnet zu sein, brennt sie die privaten Daten vom Computer ihres Mannes auf eine CD. Die Situation verkompliziert sich, als diese in der Umkleidekabine eines Fitnessstudios gefunden wird. Die Angestellten des Studios, der prollige Chad Feldheimer (Brad Pitt) und seine Kollegin Lina Litzke (Frances McDormand), die auf vier Schönheits-OPs spart, kommen auf die glorreiche Idee, die vermeintlich brisanten Daten zu Geld zu machen…

„Burn After Reading“ beginnt etwas schleppend. Die vielen losen Handlungsfäden verwirren anfangs und es dauert ein wenig, bis sich der Zuschauer an die Eigenheiten der Figuren und deren charakteristischen Äußerungen gewöhnt hat. So zünden Harrys „Well, hello!“ und Cox’ „What the fuck...?“ als Running Gags erst nach einer gewissen Eingewöhnungszeit. Doch ehe man sich versieht, wird man in einem Wahnsinnstempo in die absurd-abenteuerliche Geschichte hineingezogen. Die für die Coens typischen skurrilen Charaktere sind diesmal besonders schön überzeichnet. „Der Film spielt zwar in Washington, aber im Fokus steht eine Gruppe erschreckend dummer Leute, die erschreckend dumme Sachen machen“, fasst George Clooney den c zusammen. Clooney, der schon in „O Brother, Where Art Thou?“ und Ein Unmöglicher Härtefall mit den Coens zusammengearbeitet hat, nimmt sich seines Images als Frauenschwarm sehr selbstironisch an. Harry, ein Ex-Personenschützer, der sich nun als Beamter im Finanzministerium behaglich eingerichtet hat, führt nur auf den ersten Blick eine normale Ehe mit einer Kinderbuchautorin. Der zutiefst paranoide Schürzenjäger und Erfinder kann einfach nicht ohne andere Frauen... Clooney geht seine Rolle mit viel Augenwinkern an und überzeugt auf der ganzen Linie. Übertroffen wird er in Sachen Selbstironie nur von Brad Pitt (Babel, Sieben) :  „Ich hatte nicht erwartet, dass meine Figur ein solcher Hohlkopf sein würde…“, äußert sich der ehemals sexiest man alive über seine herrlich übertriebene Rolle. Er spielt den Fitnesstrainer und grenzdebilen Amateurerpresser Chad Feldheimer. Clooney und Pitt sind wie immer ein gutes Team.

„Burn After Reading“ beginnt etwas schleppend. Die vielen losen Handlungsfäden verwirren anfangs und es dauert ein wenig, bis sich der Zuschauer an die Eigenheiten der Figuren und deren charakteristischen Äußerungen gewöhnt hat. So zünden Harrys „Well, hello!“ und Cox’ „What the fuck...?“ als Running Gags erst nach einer gewissen Eingewöhnungszeit. Doch ehe man sich versieht, wird man in einem Wahnsinnstempo in die absurd-abenteuerliche Geschichte hineingezogen. Die für die Coens typischen skurrilen Charaktere sind diesmal besonders schön überzeichnet. „Der Film spielt zwar in Washington, aber im Fokus steht eine Gruppe erschreckend dummer Leute, die erschreckend dumme Sachen machen“, fasst George Clooney den Charakter des Films und seiner Protagonisten zusammen. Clooney, der schon in „O Brother, Where Art Thou?“ und Ein Unmöglicher Härtefall mit den Coens zusammengearbeitet hat, nimmt sich seines Images als Frauenschwarm sehr selbstironisch an. Harry, ein Ex-Personenschützer, der sich nun als Beamter im Finanzministerium behaglich eingerichtet hat, führt nur auf den ersten Blick eine normale Ehe mit einer Kinderbuchautorin. Der zutiefst paranoide Schürzenjäger und Erfinder kann einfach nicht ohne andere Frauen... Clooney geht seine Rolle mit viel Augenwinkern an und überzeugt auf der ganzen Linie. Übertroffen wird er in Sachen Selbstironie nur von Brad Pitt (Babel, Sieben) :  „Ich hatte nicht erwartet, dass meine Figur ein solcher Hohlkopf sein würde…“, äußert sich der ehemals sexiest man alive über seine herrlich übertriebene Rolle. Er spielt den Fitnesstrainer und grenzdebilen Amateurerpresser Chad Feldheimer. Clooney und Pitt sind wie immer ein gutes Team.

Auch wenn die beiden (sie begegnen sich im Film nur einmal kurz) die Zugpferde des Films sind, stehen ihnen die anderen Schauspieler doch in nichts nach. John Malkovich (Being John Malkovich, Gefährliche Liebschaften) hat als Osborne Cox einige der lustigsten Szenen auf seiner Seite. Wie immer wunderbar: Frances McDormand ([Wonder Boys]]), die Ehefrau von Joel Coen, die schon seit dem Coen-Debüt „Blood Simple“ immer wieder in Produktionen des Brüderpaares („The Man Who Wasn´t There“, Fargo, Arizona Junior) mitgewirkt hat. Hier spielt sie Lina Litzke, eine Frau, die für Schönheits-OPs alles tun würde. Auch Tilda Swinton, die kürzlich den Oscar als Beste Nebendarstellerin für ihren Auftritt in Michael Clayton erhielt, gelingt die Selbstparodie. Sie ist als Katie Cox noch eisiger als gewöhnlich. Und dann gibt es noch ein ganz besonderes Bonbon. Die Szenen mit den beiden CIA-Agenten, gespielt von David „Sledge Hammer“ Rasche(Voll verheiratet, Girl In The Park) und J.K. Simmons (Spider-Man-Trilogie), sind einfach grandios komisch.

Die Idee für „Burn After Reading“ kam den Coens übrigens, als sie sich mögliche Rollen für ihre Lieblingsschauspieler wie Frances McDormand, George Clooney und Richard Jenkins ausdachten. Das Konzept geht auf. Die Stars machen sich im Film zum Deppen – und das ist gut so. Das Drehbuch entstand ungefähr zur selben Zeit wie das zu No County For Old Men. Die Coens sind ja bekannt dafür, dass sie bereits während des Drehbuchschreibens ihren Film in allen Einzelheiten planen, so dass am Ende stets der gewünschte Eindruck herausspringt. Ihre Markenzeichen - der schwarze Humor, die verspielte Geschichte, eine elegante Inszenierung, zahlreiche versteckte Hinweise auf andere Filme und die Tatsache, dass sie ihre Werke stets einem bestimmten Bundesstaat der USA (hier Washington D.C.) widmen und dessen besondere Stimmung auffangen – lassen sich auch in „Burn After Reading“ allesamt wiederfinden. Fargo, The Big Lebowski oder auch „Barton Fink” zurücksteht, liegt vor allem daran, dass sie in ihrem mittlerweile 13. Langfilm etwas zu sehr nach ihrem üblichen Schema vorgehen. Alle Zutaten ihres Erfolgsrezepts sind erneut vorhanden, doch es lässt sich der Eindruck nicht abschütteln, dass dem Film eine gewisse Routine anhaftet. Die Coens sind in der Tat zwei begnadete Filmemacher und „Burn After Reading“ ist ein weiterer bösartig-witziger Trip in ihre verquere Welt. Doch sie müssen auch aufpassen, dass sie sich – bei aller Kreativität – nicht selbst ständig wiederholen. Dass sie auch überraschen können, haben sie ja mit ihrem vorherigen, vierfach Oscar-gekrönten Werk „No Country for Old Men“ gezeigt. „Burn After Reading“ kann da nicht ganz mithalten. „In the end, the movie doesn't add up too much, but it's fast and funny and let´s a bunch of top-drawer actors exercise their comic muscles.”, schrieb Walter Addiego im San Francisco Chronicle treffend über den Film, der tatsächlich wie eine Lockerungsübung zwischen zwei Goldmedaillen wirkt. Der nächste Coen,  A Serious Man, kommt voraussichtlich schon 2009 in die Kinos.

Fazit: Joel und Ethan Coen zeigen auch mit „Burn After Reading“, dass sie zu den begabtesten Filmemachern ihrer Generation gehören. Auch wenn ihre sarkastische Agentenfarce nicht an ihre allerbesten Filme heranreicht, ist ihnen doch wieder ein starker Film gelungen, in dem sich der illustre Cast mal so richtig austoben kann.


 


Geschrieben von Serkan
Dienstag, 30. September 2008

The Dark Knight

Freitagnachmittag ich sitze zuhause und habe nichts vor, mir ist langweilig. Ich überlege ob ich zur nächsten Videothek gehen und mir ein Film ausleihen soll da fällt mir ein der neue Batman film ist im Kino "The Dark Knight". Ich kann mich ziemlich gut an den ersten teil errinnern "Batman Begins". Es war ein komplett neuer Batman viel düsterer und ernster als die bonbonbunten Vorgänger mit George Clooney oder Val Kilmer die in die Rolle des Superhelden geschlüpft waren. Aber wem haben wir diese Neuheiten zu verdanken natürlich dem Independent-Regisseur Christopher Nolan(Prestige – Meister der Magie, Memento, Insomnia) dem auch ziemlich schnell klar war das ein komplett neuer Anfang her musste.

Und das kalkulierte Risiko ging voll auf.

Die Messlatte für die unvermeidbare Fortsetzung hätte höher kaum liegen können, doch schon der Titel spiegelt das unter Christopher Nolan neugewonnene Selbstbewusstsein des Franchise wider: „The Dark Knight“ - kurz, prägnant, stimmig und der erste Titel eines „Batman“-Films, der ohne den Namen des Helden auskommt. Dadurch wird der Titel zu einem klaren Statement. Hier geht es nicht darum, mit dem bekannten Namen eines austauschbaren Comic-Superhelden das schnelle Geld zu machen, wie es in Hollywood momentan an der Tagesordnung ist, sondern - noch mehr als in „Batman Begins“ - um die Charaktere und eine erzählenswerte Geschichte.

Gleicher Tag Freitagabend. Ich sitze mit einem Freund im Kino und wir warten drauf das der zweite Teil von Batman beginnt. Ich bin schon sehr gespannt. Man hat ja so einige Kritiken gelesen und in aller munde ist Heath Leadger mit seiner letzten Rolle Der Joker“, der kurz nach der Fertigstellung des Films leider verstorben ist. Es war in aller Munde das seine Rolle soll mit einem Oscar gekrönt werden soll. Mmh habe ich mir nur gedacht: „ Batman ein Oscar für Besten Nebendarsteller?“.

Schön die Kirsche im Dorf lassen… „ Das ist bestimmt nur fürs Marketing aber lass dich einfach selber überzeugen“.

Der Film fängt an, in einem furiosen beginn wird der Joker eingeführt und er kann sich bis zum ende des Films immer wieder als gleichwertiger Gegner von Batman behaupten. Doch „The Dark Knight“ ist weit mehr, als nur der Kampf von Batman gegen den Joker. Es ist auch die Geschichte von Bezirksstaatsanwalt Harvey Dent (Aaron Eckhardt), mit dem Batman einen Bruder im Geiste gefunden hat. Dent ist der strahlende Held, der Gotham City endlich aus seiner Lethargie befreien kann. Ein Held mit Gesicht, ein weißer Ritter, wie Batman es nie sein könnte. Gemeinsam mit Lieutenant Gordon (Gary Oldman) arbeiten Batman und Dent an einem Plan, die Straßen von Gotham endgültig vom Abschaum zu befreien. Darüber hinaus ist Dent auch Bruce Waynes größte Hoffnung, sein Alter Ego Batman endlich hinter sich lassen und ein normales Leben mit seiner Angebeteten Rachel Dawes (Maggie Gyllenhaal) führen zu können. Doch es kommt anders Harvey Dents Wandel vom strahlenden Hoffnungsträger zum entstellten, von Rachegelüsten getriebenen Mörder Two-Face ist neben dem Kampf gegen den Joker das zweite zentrale Thema von „The Dark Knight“.

Neben den messerscharfen Dialogen, die fortan als Maßstab für das gesamte Comic-Genre gelten dürften und lückenlos an das aus „Batman Begins“ bekannte Niveau anschließen, ist die überraschende Konsequenz eine weitere Stärke des Drehbuchs. Christopher und Jonathan Nolan schrecken auch nicht davor zurück, den einen oder andern Protagonisten sterben zu lassen, wenn es der Geschichte dienlich ist. Dabei verzichten die Nolan-Brüder darauf, sich stoisch an eine bestimmte Comic-Vorlage zu klammern. Wie schon „Batman Begins“ ist „The Dark Knight“ eine recht freie Interpretation des Batman-Mythos.

Es ist natürlich schwer, beim Thema „The Dark Knight“ gänzlich am tragischen Unfalltod von Heath Ledger am 22. Januar 2008 vorbei zu kommen. Immerhin ist hier ein hoch talentierter Schauspieler mit gerade einmal 28 Jahren viel zu früh von uns gegangen. Das Wörtchen „Oscar“ war in diesem Zusammenhang bereits vor dem offiziellen Kinostart in den USA in aller Munde. Mancher Kritiker hat sich im Vorfeld sicherlich bereits die Argumente für den Fall zurechtgelegt, dass Ledgers Joker „nur“ gut und nicht überragend ausgefallen wäre. Doch diese Vorbereitungen waren unnötig. „The Dark Knight“ ist die große Abschiedsshow von Heath Ledger. Sein Joker ist die alles überragende Persönlichkeit in „The Dark Knight“ Ledgers Joker ist eine Offenbarung, sein diabolisches Spiel vom ersten Auftritt an absolut packend. Ohne übertreiben zu wollen: Vielleicht ist Heath Ledgers Joker sogar die beste Performance eines Schauspielers in einer Comic-Verfilmung überhaupt. Nur geht leider bei der deutschen Synchronisation mal wieder einiges verloren. Die wahre Größe von Ledgers letzter großer Rolle offenbart sich erst in der Originalfassung.

 

Natürlich ist „The Dark Knight“ nicht nur Heath Ledger.  Doch dass Vollblut-Schauspieler Christian Bale (Der Maschinist, The Prestige, Todeszug nach Yuma) für die Rolle des Bruce Wayne und dessen Alter Ego Batman die perfekte Besetzung ist,  ist eben bereits seit „Batman Begins“ klar. Daran hat sich auch nichts geändert. Nur ist Bale eben nicht mehr ganz so dominant, wie dies noch im Vorgänger der Fall war. Doch das ist ganz klar der Geschichte geschuldet.

 

Fazit: Batman ist nicht nur der Blockbuster dieses Sommers  sondern auch ein intelligenter Film der mehr zu bieten hat als man erwartet. Ein überragend gespielter und inszenierter Blockbuster, der vor allem inhaltlich der versammelten Konkurrenz deutlich überlegen ist.

[Quelle:Filmstarts]


Geschrieben von Sayim.A
Dienstag, 17. Juni 2008

Hallo und willkommen Serkan

Hier wird unser neuer Autor seine beiträge über Film und Kino veröffentlichen, wir sind glücklich Herrn Serkan D. in unser Team zu haben, und wünschen ihm viel erfolg und viele viele NEWS

 


 

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 26. April 2009 )
 

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